American Trucker

American Trucker 1.0

Brummifahren im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

American Trucker setzt den Spieler in das Cockpit eines amerikanischen Trucks. Auf langen Fahrten über Highways und Landstraßen liefert man Frachten ab, tankt dazwischen und investiert das gewonnene Geld in stärkere Maschinen. Für erfolgreiche Fahrer winken außerdem noch Trophäen. Ganze Beschreibung lesen

Vorteile

  • Truckerfahren in Amerika
  • mehrere Zugmaschinen

Nachteile

  • kein Schadensmodell
  • nervige Musik
  • Physik-Engine mit vielen Fehlern
  • keine Einführung
  • schwache Grafik
  • unmotivierend

Nicht überzeugend
3

American Trucker setzt den Spieler in das Cockpit eines amerikanischen Trucks. Auf langen Fahrten über Highways und Landstraßen liefert man Frachten ab, tankt dazwischen und investiert das gewonnene Geld in stärkere Maschinen. Für erfolgreiche Fahrer winken außerdem noch Trophäen.

Truckerfahren, Geld scheffeln, größeren Trucker fahren

American Trucker macht den PC-Spieler zum Brummifahrer in den Staaten. Anfangs findet man sich nur mit der Zugmaschine auf einem Rastplatz wieder. Hat man sich auf der schlecht lesbaren Landkarte zurecht gefunden, beginnt das Geschäft: Aufträge verheißen Bares für Transporte von A nach B. Ist die Ware abgeliefert, investiert man das Geld in bessere Bremsen, die Wartung oder den Motor des Gefährts.

Nach einiger Zeit lohnt sich auch die Anschaffung einer neuen Zugmaschine für größere Aufträge und Gewinne. Auch optisch lässt sich der Truck aufpeppen: Farbe und Logo bestimmt der Spieler nach Geschmack.

Im Gefährt selbst kann man zwischen einer frei dreh- und zoombaren Außenansicht und einer Cockpit-Ansicht wählen. In der Fahrerkabine gibt es außer dem Lenkrad noch einen Lichtschalter, eine Hupe, die Bremse und eine Funktion, um das havarierte Gefährt abschleppen zu lassen.

Etwas Abwechslung bringen unterschiedliche Tageszeiten und Wetterbedingungen. Auf den Highways fahren auch andere Autos, allerdings nur PKW. Unterwegs beschallen verschiedene kurze Musik-Stückchen den Brummifahrer.

Und was soll der Spieler jetzt machen?

American Trucker setzt den Spieler ohne Umschweife auf dem Rastplatz ab. Dort gestrandet fährt man ahnungslos und ohne Plan etwas herum. Per F1-Taste bekommt man etwas Hilfe, schaltet die Karte ein und zieht Aufträge an Land. Ein gewöhnliches Hauptmenü oder eine Einführung sucht man vergeblich.

Mit der groben Karte und den seltenen Hinweisen findet man Auftragspunkte nur mit Mühe. Ein Navigationshilfe gibt es nicht. Zusätzlich machen undurchdachte Straßenführungen und Schilder den Ritt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten zum eingeschränkten Vergnügen: Wer nicht zum Geisterfahrer werden will, fährt dann schon mal mehrere Minuten in die falsche Richtung, um zu wenden. Leitplanken und Begrenzungen sorgen zusätzlich dafür, dass die Richtung nicht ohne Weiteres geändert werden kann.

American Trucker lässt sich per Tastatur, Lenkrad oder Controller steuern. Das geschieht nicht immer ohne Probleme: Neben gelegentlichen Aussetzern stockt die Steuerung bei jedem Wechsel des Musik-Tracks.

Aussetzer gibt es auch bei nahezu jedem Überfahren eines Bordsteins oder der Grenze zwischen Straße und Wiese. Der Truck verdreht sich dann unnatürlich, biegt sich eine Richtung oder fährt auf einmal rückwärts weiter.

Kurze Musik aus der Blechdose zu passender Grafik

Die Musik- und Klangkulisse in American Trucker kann kaum überzeugen. Kurze Musikschnipsel wechseln sich in kurzen Abständen ab und Regen prasselt zwar auf das Kabinendach, klingt aber schnell eintönig und blechern.

Die Grafik von American Trucker fügt sich nahtlos in dieses Bild: Grobe Texturen flimmern immer wieder, vereinzelt platzierte Gebäude machen noch keine Stadt und besagten Regen hört man zwar, sehen kann man ihn aber nur in bestimmten Kameraperspektiven. Grafik, Sound und Steuerung von American Trucker sind nicht zeitgemäß.

Trucksimulation mit Frustpotential

American Trucker macht keinen Spaß. Ohne Hilfe findet man sich wie ein Gestrandeter auf dem Autobahnrasthof und probiert Tasten aus.

Blecherne Musik nervt die Ohren und lässt das Spiel stocken, was den eigenen Trucker unvermittelt in die Leitplanke befördert. Am Gespann sieht man dank fehlendem Schadensmodells zwar nichts, der kostenpflichtige Abschleppdienst muss trotzdem kommen.

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